Dieser Blog zieht um

Heute gibt es mal eine Ankündigung in Blog-eigener Sache: Dieser Blog bekommt ein neues Zuhause! Ich verlasse das kostenlose (und etwas eingeschränkte) Hosting von wordpress.com und ziehe mit dem gesamten Blog auf einen eigenen Webspace, um ihn freier gestalten zu können. Das geht schon bei der Adresse los. 🙂 Ihr findet mich zukünftig unter

www.jungefamiliealterhof.de

Was bedeutet das nun für euch, liebe Leser?

Wenn ihr diesem Blog per E-Mail folgt oder ihn als WordPress.com-Nutzer in eurem Reader abonniert habt, müsst ihr nichts weiter tun. Ich werde euer Abo in den nächsten Tagen auf die neue Webseite mitnehmen, sodass ihr auch in Zukunft neue Beiträge von mir automatisch zugestellt bekommt.

Wenn ihr diesem Blog per RSS-Feed folgt und dies auch weiterhin tun wollt, findet ihr auf www.jungefamiliealterhof.de in der rechten Spalte den Link zum neuen Feed. Dort könnt ihr euch das Abo neu einrichten.

Alle Besucher, die diesen Blog verfolgen, indem sie sich die Adresse irgendwo aufgeschrieben oder gespeichert haben, zum Beispiel in ihren Browser-Favoriten, ihrer Blogroll oder Ähnliches empfehle ich, die Adresse zu aktualisieren. In der nahen Zukunft werden zwar auch die alten Links noch funktionieren, weil ich eine Weiterleitung einrichten werde, aber das ist nicht für die Ewigkeit.

Umzug TransporterFoto: Archiv

Ich bin gespannt, ob alles wie geplant funktioniert. 😉 Falls euch Probleme auffallen, dann hinterlasst mir doch bitte einen Kommentar hier drunter. Besten Dank für euer Verständnis und bis bald auf der neuen Domain!

Zwei Katzen ziehen ein

Wir haben noch mehr tierischen Zuwachs bekommen! Seit zwei Monaten wohnen zwei Kätzchen bei uns, die im Mai dieses Jahres geboren wurden. Wir sind eher zufällig zu den Beiden gekommen, weil ein Feuerwehrkamerad von Papa den ungewollten Katzennachwuchs loswerden wollte. Ihr wisst ja, dass heutzutage immer noch unerwünschte Tierbabys auf’m Dorf ertränkt oder erschlagen werden… 😦 Jedenfalls hat es in diesem Fall glücklicherweise gepasst, dass wir sowieso auf der Suche nach zwei Katzen waren und so konnte allen Beteiligten dieser barbarische Akt erspart bleiben.

Getigerte Babykatze

Die Beiden kamen zu uns, nachdem sie von der Katzenmama abgestillt worden waren. Sie waren stubenrein, was bedeutet, dass sie fein die Katzentoilette benutzten, und zogen direkt bei uns ins Haus ein, auch wenn sie später eher Hofkatzen sein sollen. Am Anfang muss ja erstmal die Familienbindung hergestellt werden, bevor man den Freigang üben kann.

Babykätzchen

Die Namensgebung war auch innerhalb von drei Minuten erledigt. Papa sagte, die Graugetigerte würde genauso aussehen wie seine Katze aus der Kindheit und die hatte Miezi geheißen. Er wollte die Neue deshalb auch Miezi nennen.

Ich habe selber nie eine Katze besessen. Aber ich hatte mir als Kind überlegt, wenn ich mal eine Katze hätte, dann würde ich sie Minka nennen. 🙂 Also durfte ich der Zweiten diesen Namen geben.

Kätzchen erkundet Wohnung

Das Zusammenleben klappte von Anfang an gut. Miezi und Minka legten ihre Scheu schnell ab und erkundeten forsch alles, was sie erreichen konnten. In einem Ratgeber zur Eingewöhnung hatte ich vorher gelesen, dass die neuen Kätzchen erst langsam einen Raum nach dem anderen kennenlernen sollten, um sie nicht zu ängstigen. So eine Vorsicht war bei diesen beiden kecken Katzenbabys aber nicht nötig. Generell haben wir kaum Ratgeber-Tipps gebraucht und das alles intuitiv gut hinbekommen… dank unserer pflegeleichten Stubentiger. 🙂

Katzenbaby

Ich glaube, es ist auch gar nicht so entscheidend, wo der Futternapf steht, wie der Schlafplatz aussieht und wie viele Katzenklos man aufstellt. Nur Eines ist unbedingt wichtig: man braucht auf jeden Fall Zeit! Das hatte ich unterschätzt. Nicht nur, um den Kätzchen ein bisschen Gesellschaft zu leisten, sondern vor allem auch, weil sie aufgrund ihres kleinen Magens ungefähr fünf Mahlzeiten am Tag brauchen. Ich konnte das mit der Fütterung zum Glück bewerkstelligen, weil ich in Elternzeit bin. Ich weiß nicht, wie man die Eingewöhnung als Vollzeit-Berufstätiger schaffen kann…

 

Drei Dinge fand ich als Katzenneuling besonders interessant:

1. Jede Katze hat einen eigenen Charakter.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so unterschiedlich verhalten. Während die graugetigerte Miezi der absolute Draufgänger ist, hält sich die weiße Minka in unbekannten Situationen doch lieber erstmal im Hintergrund und beobachtet vorsichtig.

2. Katzen sind stur.

Vom Hund bin ich gewöhnt, etwas Reue und Unterwürfigkeit zu sehen, wenn ich eine Schimpftirade loslasse. Nicht so die Katzen… völlig unbeeindruckt treiben sie ignorant ihr Unwesen, wie es ihnen passt. Wie viele Sachen ich vor ihnen in Sicherheit bringen musste…! 😀

3. Katzen sind ja doch soziale Wesen.

Ich fand es rührend zu sehen, wie sie immer unsere Gesellschaft suchen. Nicht so feucht-schlabbernd-direkt wie der Hund, sondern zurückhaltend, fast zufällig halten sie sich immer dort auf, wo man selber auch gerade ist. Dabei schauen sie einen meist gar nicht an und sind doch irgendwie immer in der Nähe. Sie waren sogar immer richtig unglücklich, wenn sie in bestimmte Räume nicht mitkommen durften.

 

Ich bin froh, dass wir die zwei Kätzchen bekommen haben. Zum Glück war es nicht nur Eine, denn die Trennung von der Mutter war am Anfang doch schmerzlich und so konnten die Beiden sich gegenseitig Trost spenden. Außerdem spielen sie sehr viel miteinander und haben so etwas Beschäftigung.

Beim nächsten Mal erzähle ich euch eine lustige Begebenheit vom ersten Tierarztbesuch und wie wir Minka und Miezi an das Leben draußen gewöhnt haben.

Trockenbau auf dem Treppenabsatz

Hier ist mal wieder ein kurzer Bericht von der Baustelle, also aus unserem Haus. 🙂 Wie ihr wisst, hatten wir das Erdgeschoss im Wesentlichen fertig ausgebaut und arbeiten seit letztem Jahr (wenn es die Zeit zulässt) im Obergeschoss am Trockenbau. Ein großes Thema ist auch weiterhin noch die Treppenaufarbeitung. Ein besonders kniffliger Teil war der Trockenbau auf dem Treppenabsatz, deshalb möchte ich diesem Thema einen kurzen Beitrag widmen.

Im folgenden Bild, wo bereits die Metallständer gesetzt wurden, kann man die Ausgangssituation sehen:

Die Wand ist im unteren Bereich dicker, weil die Erdgeschosswand aus Steinen gemauert wurde wohingegen das Obergeschoss aus dünneren Fachwerkwänden besteht. Dadurch entsteht dort ein Absatz, wo die beiden Geschosse aufeinander treffen.

Die erste Frage war also, ob man den Absatz beim Trockenbau erhalten möchte. Nachdem wir aber überlegt hatten, dass auf den oberen, dünnen Teil der Wand noch die 10 cm Innendämmung kommen, die wir im gesamten Obergeschoss an den Außenwänden angebracht haben, war klar, dass nur eine relativ kleine Kante übrig bleiben würde. Wir haben uns dann gegen diese Kante entschieden und beschlossen, eine glatte Trockenbauwand davorzusetzen.

[Übrigens besteht der untere Teil der Wand deshalb aus alten und neuen Ziegeln, weil dort früher das Oberlicht der Haustür war. Als wir den Hauseingang versetzt haben und die alte Haustür rausgerissen wurde, wurde die Wand an dieser Stelle zugemauert.]

Alte Wand Treppenabsatz

Als nächstes musste das Fenster mit berücksichtigt werden.

Weil die Ständerwand mit relativ großem Abstand vor das Fenster gesetzt werden musste, hätte ein normaler rechtwinkliger Fensterausschnitt viel Tageslicht weggenommen. Es hätte zu sehr nach Lichtschacht ausgesehen. Deshalb haben wir überlegt, ein schräg abfallendes Fensterbrett zu konstruieren.

Im nächsten Bild sieht man die Innendämmung der Fachwerkwand. Sie wurde für das schräge Fensterbrett etwas angeschnitten. Man sieht auch das horizontale Aluprofil in der Mitte, auf dem die Fensterschräge enden soll.
Treppenabsatz Innendämmung

Nachdem die Ständerprofile und die Innendämmung angebracht worden waren, kam noch die Glasdämmwolle in die Ständerwand.

Treppenabsatz Trockenbau

Dann wurde das Ganze mit OSB-Platten (für mehr Tragfähigkeit und als Dampfsperre) und am Ende mit Gipskartonplatten verkleidet. Das war nicht immer einfach, weil an manchen Ecken ein guter Punkt zum Festschrauben fehlte. An den Fensterlaibungen, wo OSB-Platten von der Dicke her nicht mehr hinpassten, wurde die Dampfsperre durch Folie realisiert.

Trockenbau Fenster

Es war ein bisschen Bastelarbeit, aber letztendlich halten die Platten nun ganz gut und können als nächstes verspachtelt werden.

Gipskartonplatten Treppenabsatz Fenster

Rigips Fensterschräge

Verwendetes Baumaterial:

  • UW-Bodenprofil 50er
  • CW-Ständerprofil 50er
  • Trockenbaueinfassprofile (zum Befestigen des Gipskartons am Fenster)
  • Torx-Schrauben (zum Befestigen der Profile und der OSB-Platten)
  • Trockenbau-Schrauben (zum Befestigen der Gipskartonplatten)
  • Bauplane
  • Winddichtband
  • OSB-Platten (12 mm)
  • Gipskartonplatten (12,5 mm)
  • Rockwool Speedrock II Dämmplatten aus Mineralwolle (100 mm)
  • Climowool TW1 Trennwandplatten aus Glaswolle (50 mm)

Papa wird Feuerwehrmann

Seit Kurzem ist der Hausherr offiziell Feuerwehrmann. Nicht beruflich, sondern so nebenbei, bei der Freiwilligen Feuerwehr unseres Dörfchens. Das ist einer der Gründe, warum unser Hausumbau so viele Wochen auf Eis lag, denn die Ausbildung ist zeitaufwändiger als ich jemals gedacht hätte. Was ich noch so alles Neues erfahren habe über dieses Ehrenamt, das mir vorher völlig fremd war, will ich euch erzählen.

Also fangen wir mal ganz vorne an. Wenn du als Fremder neu in einen kleinen Ort ziehst, hast du am Anfang folgendes Problem: alle kennen dich, nur du selber kennst niemanden. Um dieses Defizit zu beheben und die anderen Dorfbewohner kennenzulernen, gibt es nicht viele Möglichkeiten: man kann an den Dorffesten teilnehmen, regelmäßig den Gottesdienst und/oder die Dorfkneipe besuchen und man kann einem der wenigen ortsansässigen Vereine beitreten. Wir haben mit den Dorffesten angefangen. Dort ist es dann passiert – der Papa kam ins Gespräch und wurde schließlich eingeladen, der Feuerwehr beizutreten.

Bis zu diesem Zeitpunkt war meine Vorstellung von der Freiwilligen Feuerwehr relativ naiv. Ich dachte, man trifft sich einfach regelmäßig dort im Feuerwehrhaus, trinkt ein Bierchen und lernt von den Kameraden alles, was man für den Einsatz wissen muss. Aber so einfach läuft das nicht! Am Anfang steht eine Grundausbildung, die sich über 5 (!) Wochenenden hinzieht. In praktischen und theoretischen Ausbildungsteilen lernen die Teilnehmer alles, was ein freiwilliger Feuerwehrmann so wissen muss – von Erste Hilfe über Knotenlehre bis Leitern korrekt aufstellen.

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Am Ende dieses ganzen Lehrgangs muss eine Prüfung abgelegt werden. Wenn man diese Prüfung erfolgreich bestanden hat, steigt man vom Feuerwehrmannanwärter zum Feuerwehrmann auf. Die Ernennung zum Feuerwehrmann erfolgt per Handschlag durch den Bürgermeister.

Das ist also nicht nur irgendein Hobby, sondern eine hochoffizielle Sache. 😉

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In Thüringen gibt es seit 2010 sogar eine Feuerwehrrente, um die Freiwillige Feuerwehr attraktiver zu machen. Das Land und die Kommunen sparen für jeden Feuerwehrmann sechs Euro pro Monat, um ab dem 60. Lebensjahr eine kleine Zusatzrente auszahlen zu können. Trotzdem verliert Thüringen weiterhin pro Jahr rund 1.000 freiwillige Feuerwehrleute. Sehr schade, denn im Notfall verlässt sich ja jeder darauf, dass die Rettungskräfte überall und jederzeit vor Ort sind….

Papa jedenfalls ist sehr stolz auf sein neues Ehrenamt und mit Freude bei den Einsätzen, Übungen und Festen dabei. Und weil wir dank der Feuerwehr schon viele Dorfbewohner kennenlernen konnten, fühlen wir uns hier auch nicht mehr so fremd wie am Anfang.

 

Eine Hundehütte selbst gebaut

Unsere Neufundländer-Labrador-Dame Clara hat sich mittlerweile bei uns eingelebt. Sie ist seit zwei Monaten auf dem Hof und besticht alle mit ihrer lieben, sanften Art. Mittlerweile ist sie aufgeweckter und hat immer Unfug im Kopf. Am liebsten zerkaut sie alles, was sie kriegen kann. Buddeln macht ihr auch große Freude. Das Foto unten porträtiert sie so treffend, weil sie immer ein bisschen zu aufdringlich ist, wie hier wo ich ein Bild von meinem großen Jungen machen wollte und sie sich aus Neugier einfach in den Weg gesetzt hat. 😀 So ist Clara.

Hund Clara im Vordergrund

Da Clara kein Haushund, sondern ein Hofhund ist, brauchte sie eine Hütte und diese hat der Hausherr selber gebaut. Es ist eine Art Schwedenhäuschen geworden, wobei wir alle nicht wissen, woher die Inspiration kam. Er hat einfach drauflos gebaut und dann kam das dabei heraus. Die Hütte hat einen rubinroten Anstrich in der Farbe RAL 3003 bekommen und passt damit perfekt zur Haustür.

Hundehütte rubinrot RAL 3003

Für die Hütte wurde folgendes Baumaterial verwendet:

  • OSB-Platten für den Boden (20 mm Stärke)
  • OSB-Platten für die Wände und das Dach (12,5 mm Stärke)
  • Styroporplatten als Dämmung (20 mm)
  • Latten, um die Rahmen für Wände, Dach und Boden zu bauen
  • Bretter als Fassade
  • Holzleisten als Abschlusskanten
  • Rubinroter und weißer Lack
  • Dachpappe
  • Blechprofile als Kantenschutz für den Eingang
  • Zubehör, um die Hütte verschieben zu können: Rollen, Füße, Griffe

Hundehütte OSB-Platten

Alle Seitenteile sowie der Boden und das Dach wurden zunächst einzeln gebaut, bevor sie zu einem Häuschen zusammengeschraubt wurden. Sie sind doppelwandig und bestehen jeweils aus zwei Schichten OSB, zwischen die eine Schicht Styropor zur Wärmedämmung eingebaut wurde. Um die äußere und die innere OSB-Schicht miteinander verschrauben zu können, hat jede Fläche einen innenliegenden Rahmen aus Holzlatten.

Hundehütte OSB und Holzbretter

Anschließend wurde auf einer Längsseite ein rechteckiges Loch als Eingang gesägt.

Das Ganze wurde mit einer hübschen Bretterfassade verkleidet und bekam rundherum einen Anstrich mit rotem Acryllack. Die Schnittkanten wurden mit weiß lackierten Eckleisten aus Holz verdeckt. Im Eingangsbereich schützen Aluprofile das Holz.

Hundehütte Bretterfassade rot

Da die Holzhütte so schwer ist, dass man sie nicht mehr einfach so anheben kann, hat sie nur auf der einen Seite Füße und auf der anderen Seite zwei Rollen bekommen. So kann man sie mithilfe von Griffen bewegen.

Außerdem wurde neben dem Eingang eine robuste Metallöse angebracht, falls man den Hund mal anbinden muss.

Hundehütte Dachpappe Schindeln

Auf das Dach hat der Bauherr 240 Schindeln genagelt, die er alle einzeln in liebevoller Handarbeit 😛 aus mehreren Rollen Dachpappe geschnitten hatte.

Dachpappe Schindeln Hundehütte

Ihren Platz hat die Hütte direkt neben unserer Eingangstür gefunden. Dort hält sich Clara am liebsten auf – möglichst nah bei uns. Sie hat die Hütte sofort als neues Zuhause angenommen und schläft sehr gern darin.

Fazit

Wer Zeit und ein bisschen Geschick hat, kann für seinen Hund eine Hütte selber bauen. Finanziell lohnt es sich nicht unbedingt. Die Baumaterialien (ohne die Bretterfassade) haben rund 100 Euro im Baumarkt gekostet. Für das Geld kann man sich auch eine fertige Hütte kaufen.

Was wir im Nachhinein anders machen würden:

  • Es fehlt eine Luke im Dach oder in der Wand, um die Hütte öffnen und reinigen zu können.
  • Ein abwischbarer Bodenbelag (z.B. Linoleum, PVC) wäre hygienischer.
  • Dachpappe gibt’s auch in Schindelform zu kaufen. Man kann sich also die Zeit für das Schneiden der Schindeln sparen. (Zu dem Zeitpunkt, als der Entschluss für Schindeln fiel, hatten wir leider schon eine normale Rolle Dachpappe gekauft.)

Falls mal wieder Zeit und Lust ist, lässt sich die ein oder andere Verbesserung noch nachträglich umsetzen…

Hurra, das Baby ist da

Unsere Familie hat Ende März Zuwachs bekommen. Am Karsamstag wurde unser zweiter Sohn geboren. Jetzt sind wir also zu viert auf dem Hof. 🙂

Eigentlich sollte der Kleine erst nach Ostern auf die Welt kommen, aber er hatte sich schon ein paar Tage früher auf den Weg gemacht. Mitten in der Nacht nach Karfreitag hatten die Wehen plötzlich begonnen und so düsten wir mit dem Auto ins 20 km entfernte Krankenhaus. Schon am selben Tag um die Mittagszeit war es dann geschafft: das Baby da, die Eltern glücklich, alle gesund und munter.

Neugeborenes Baby

Baby Fußabdruck

Und so kam es, dass wir Ostern im Krankenhaus verbringen mussten. Eigentlich hatten wir uns darauf gefreut, zum ersten Mal Ostereier im eigenen Garten zu suchen. Das wird dann also erst nächstes Jahr was.

Ostern im Krankenhaus

Mittlerweile sind wir wieder zuhause und konnten in unser neues Leben mit zwei Kindern starten.

Ein Hund zieht ein

Eine junge Hündin ist nun das erste Tier geworden, das auf unserem Hof einziehen darf: die 8 Monate alte Clara. Wir haben sie im Tierheim entdeckt, als wir uns ganz ungezwungen nach einem Hund umgeschaut haben. Sie ist ein Neufundländer-Mix und wurde von Tierschützern zusammen mit ihrer Mama und ihren Geschwistern in Rumänien aufgelesen. Etwas schüchtern und unsicher ist sie noch, aber ihr ruhiges Wesen hat uns gefallen. Und da die Hunde vom Tierschutz offensichtlich sehr schnell neue Besitzer finden, konnten wir mit unserer Entscheidung nicht lange warten. Nach einem Mal gemeinsam Gassi gehen, wurde sie uns am darauffolgenden Tag schon zur 14-tägigen Probezeit mit nach Hause gegeben, obwohl wir noch nichts für sie vorbereitet hatten. Wir bekamen ein Hundebett, zwei Tagesrationen Futter, Leckerlies, Näpfe, Halsband, Leine und ein Spielzeug ausgehändigt. Dann wurde schon der Hund in den Kofferraum gehoben, Klappe zu – viel Spaß.

Hund Clara Porträt

So begann das Leben mit Hund schneller als gedacht. Der Knirps fand’s natürlich toll. Als Erstes stellte sich die Frage: wohin mit dem Hund? Eine Hütte gab es noch nicht. Wir entschieden, das Hundebett in den Flur zu stellen, damit Clara am Anfang ganz viel Zeit mit uns verbringen konnte. Wir zeigten ihr am ersten Abend alle Zimmer und sie durfte den Garten und den Hof erkunden. Wir gingen mehrmals mit ihr raus, damit sie ihr Geschäft erledigen konnte. Das klappte ausgesprochen gut. Also ließen wir es auf den Versuch ankommen, sie auch über Nacht im Haus zu lassen. Sie schlief im Flur in Hörweite zu uns und tatsächlich machte sie keinen Dreck. Anscheinend war sie von Natur aus stubenrein. Sie war auch insgesamt sehr vorsichtig und machte nichts kaputt. Es zeigte sich, dass sie eine sehr liebe und unterwürfige Hündin ist. Nie war sie aggressiv. An der Leine lief sie problemlos mit. Man konnte ihr sogar Futter abnehmen, ohne dass sie knurrte.

In den ersten Tagen fand ich es trotzdem sehr anstrengend mit ihr. Ihre permanente Unsicherheit und Ängstlichkeit waren belastend. Sie war sofort verstört, wenn man sich zu weit entfernte oder durch eine Tür getrennt war und fing dann an, an den (schönen neuen) Türen zu kratzen. Also musste ich den ganzen Tag für sie da sein. Mit solchen Trennungsängsten hatte ich überhaupt nicht gerechnet! Sie scheinen aber bei Tierheimhunden nicht unüblich zu sein… Ich hatte also unterschätzt, wie lange die Eingewöhnung dauern würde und fragte mich, wie man in nächster Zeit überhaupt mal etwas ohne sie erledigen könnte. Offensichtlich würde es noch viel Training brauchen, bis sie ohne Panik allein auf dem Hof bleiben würde.

Hündin Clara mit Ball

Nach ein paar Tagen wurde es trotzdem entspannter für mich, weil Clara viel schlief. Sie musste zum Glück nicht ständig beschäftigt werden. So einen ruhigen Hund hatte ich mir gewünscht! Außerdem war es schön zu beobachten, wie sie sich langsam auf dem Grundstück einlebte und uns in ihr Herz schloss. Sie freute sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit, das man ihr schenkte.

Man muss sie einfach gern haben, die gute Seele! Clara ist immer geduldig, ruhig und freundlich. Momentan läuft noch die Probezeit. Erst nächste Woche müssen wir entscheiden, ob sie offiziell unser Hund wird. Aber ich denke, das wird schon klappen.